Projekte
 
FWF Projekt ASSIP:
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Architecture, Space, and Society in Post-disaster Built Environment in Indonesia (ASSIP)"

FWF-Projekt (Projektnummer P 22898-G17), welches mit 1. Januar 2011 begann und eine Laufzeit von drei Jahren hat. Dieses gemeinsam von der TU Wien, Institut für Außereuropäische Architektur (Antragsteller Prof. Erich Lehner) und der Univ. Wien, Inst. für Kultur- und Sozialanthropologie (Antragsteller Prof. Hermann Mückler) initiierte Joint-Projekt wird federführend von den beiden Expertinnen Dr. Ulrike Herbig (Vermessungstechnikerin) und Dr. Gabriele Weichart (Kultur- und Sozialanthropologin) durchgeführt. Beide Expertinnen haben die Idee (die auf Vorläuferprojekten aufbaut und in enger Zusammenarbeit mit der Gajah Madah Universität in Yogjakarta umgesetzt wird) entschieden vorangetrieben und bereits in den vergangenen Jahren einschlägige Forschungen und Vorarbeiten geleistet.
Das Forschungsprojekt ASSIP (Architektur und Gesellschaft nach Naturkatastrophen in Indonesien) untersucht die wechselseitige Beziehung von Architektur und Gesellschaft im Kontext von Rekonstruktionsprogrammen nach Naturkatastrophen. Der Fokus liegt dabei auf Veränderungen und Wechselbeziehungen zwischen der gebauten Umwelt - Wohnhäusern und Siedlungen - und lokalen soziokulturellen Faktoren. Dabei wird der Einfluss dieser soziokulturellen Faktoren auf die Bürgerbeteiligung an Rekonstruktionsprogrammen untersucht, die wiederum entscheidend für die gesellschaftliche Akzeptanz und Nachhaltigkeit der Programme ist.
Das Ziel ist, auf Grundlage der Forschungsresultate, Konzepte für einen besseren Austausch von Informationen und relevanten Daten über die soziokulturellen und baulichen Hintergründe in Regionen mit einem hohen Katastrophenrisiko zu entwickeln. Dadurch soll eine effizientere Zusammenarbeit zwischen den Menschen, die Hilfe benötigen, Hilfsorganisationen und WissenschafterInnen ermöglicht werden. In dem feldforschungsintensiven Projekt werden mehrere Postdocs sowie indonesische ExpertInnen unserer Partneruniversitäten und -institutionen zum Einsatz gelangen.


Projekt Trabasa:
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Traditional Architecture recorded by means of Building Archaeology in Saudi Arabia"

Joint Project der Technischen Universität Wien (VUT) und der King Abdul Aziz University (KAU) in Jeddah, Saudi Arabien. Das auf drei Jahre angelegte Projekt konnte im Mai 2011 in Wien unterzeichnet werden. Zweck: Dokumentation, Bauaufnahme, Photogrammetrie, Laserscanning, etc. zur Erfassung von Gebäuden als Grundlage für die Erstellung von Restaurierungen und Erhaltungsmaßnahmen. Einschulung von saudischen Studenten für gleichartige Tätigkeiten in fünf definierten Architekturregionen Saudi-Arabiens.  Finanzierung: KAU, Expertise: Sechs Expertinnen von VUT. Funktion von H. Mückler: Consultant, externer Mediator, ethnologischer Input zu Informantenbefragungen.

Projektleitung: Ulrike Herbig, Hisham Mortada.
Finanzierung: King Abdul Aziz University (KAU)
Expertinnen: Ulrike Herbig, Caroline Jäger-Klein, Petra Gruber, Vittoria Capresi, Gudrun Styhler-Aydin, Irmengard Mayer.




Projekt Walter Knoche und die chilenische Osterinselexpedition 1911:
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Neuherausgabe des Hauptwerkes 'Die Osterinsel' von Walter Knoche"

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Walter Knoche und die Osterinsel-Expedition 1911“, welches von Hermann Mückler 2008 initiiert und in zusammenarbeit mit Dr. Gabriele Weichart sowie Mitarbeitern des Archäologischen Institues der Universität in Santiago, Chile, durchgeführt wird, soll Knoches Hauptwerk „Die Osterinsel“ neu editiert publiziert und der biographische Hintergrund des wissenschaftlichen Expeditionsleiters sowie die Umstände dieses chilenischen Forschungsunternehmens beleuchtet. Knoche hat auf Rapa Nui physisch-anthropologische, medizinische, meteorologische und kunstethnologische Studien gemacht. Die angestrebten Publikationen in Englisch und Spanisch, werden in enger Kooperation mit der chilenischen Universität Santiago umgesetzt, und sollen im Jahr 2011 – dem 100-jährigen Jubiläum der Expedition – begleitend zu einem Symposium erscheinen. Das Projekt wird von mehreren Privatsponsoren unterstützt.






Abgeschlossen:
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Flucht in die Südsee? Österreichische Migration nach Neuseeland und Ozeanien"

Gefördert durch den Jubiläumsfond der Österreichischen Nationalbank,
Jubiläumsfondprojekt Nr. 11777
Laufzeit: 2006-2008
Projektleitung: Hermann Mückler
Projektdurchführende: Mag.a Margit Wolfsberger

Welche Motivation veranlasst ÖsterreicherInnen von 1857 bis heute gerade nach Neuseeland und Ozeanien auszuwandern? Welche Auslöser gibt es? Welche individuellen Wanderungsmotive? Wie lebten die ÖsterreicherInnen in der für sie fremden Umgebung? Welchen Bezug hatten und haben die ExilantInnen zu ihrem Heimatland?

Diese Fragen möchte das Projekt "Flucht in die Südsee" in drei Forschungszeiträumen (1857-1913, 1929-1959, 1984-2004) kritisch beleuchten. Ausgehend von umfangreicher Literaturrecherche, der Aufarbeitung von vorhandenen Archivmaterialien und der Auswertung von Medienberichten, die das Bild der "Südsee" in den Köpfen der ÖsterreicherInnen geprägt haben, sollen vorhandene Daten zusammengefasst und neu interpretiert werden. Anhand aktueller Migrationstheorien wie auch mit den Methoden der Ethnohistorie sollen diese Daten zusammengeführt, ausgewertet, kontextbezogen analysiert und dadurch die Bedeutung der Migration in diese Region für Österreich herausgearbeitet werden.



Abgeschlossen:
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Das Architektonische Erbe Samoas"

Laufzeit: 2002-2007
Projektleitung: Erich Lehner, Hermann Mückler
Projektdurchführende: Erich Lehner, Hermann Mückler, Ulrike Herbig, Andrea Riegler-Jandl, Ferenc Zamolyi, Günter Zöhrer, Margit Wolfsberger, Petra Mayrhofer, Theresa Frank, Alexandra Wessel, Brigitte Vettori, Gertraud Kücher, Florentine Gorscheck

Initiator: Institut für außereuropäische Baugeschichte und Bauforschung der TU-Wien
Kooperationspartner: University of the South Pacific, Suva/Fiji, National University of Samoa, Apia/Samoa
Finanzierung der Publikation der Forschungsergebnisse: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), Bundesministerium f. Wissenschaft und Forschung

Projektbeschreibung: Das Projekt "Das architektonische Erbe Samoas" wurde als Pilotprojekt interdisziplinärer Untersuchungen indigener Architekturtraditionen gestartet.
Ausgehend von einer gemeinsamen Feldforschungs-Kampagne des Instituts für Baukunst, Bauaufnahmen und Architekturtheorie der Technischen Universität Wien, sowie des Instituts für Kultur- und Sozialanthroplogie der Universität Wien auf den samoanischen Inseln ‘Upolu und Savai’i, durchgeführt von Lehrenden und Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Ethnologie und Vermessungstechnik, wurde die Situation der indigenen Bautraditionen Samoas im sich wandelnden Umfeld der aktuellen soziokulturellen und technologischen Gegebenheiten analysiert und dokumentiert.
Einer der wesentlichsten Beweggründe für die Durchführung dieses Projekts war und ist die gegenwärtige Situation eines Absterbens der Vielfalt kultureller Prägungen rund um die Welt: Im Zeitalter der Globalisierung droht ein weitgehender Verlust kultureller Identität. Wesentlichen Anteil daran trägt das immer weiter um sich greifende Verdrängen indigener Bautraditionen durch uniforme Bautypen des “internationalen Stils” europäisch-amerikanischer Prägung, die in ihrer Herstellung kostengünstiger sind als traditionelle Bauten, welche einen hohen Aufwand an handwerklicher Arbeit erfordern. Für weitere Details bitte hier anklicken!

Buchpublikation: Neuer Wissenschaftlicher Verlag, "Das architektonische Erbe Samoas"
DVD: Der Film zum Buch "Südseearchitektur: Bautraditionen in Samoa und Fidschi" bei Amazon.de