Verzeichnis aller Lehrveranstaltungen seit 1995:


Lehrveranstaltungen im SS 2015 - Ankündigung

VO  Einführung in die Ethnologie Ozeaniens (2st.) (jeweils Montag, 11.30-13.00 Uhr)

Inhalte: Ausgehend von der Darstellung der spezifischen Rahmenbedingungen, werden die kulturellen Charakteristika der drei Großregionen Melanesien, Polynesien und Mikronesien aus einer ethnologischen Perspektive beleuchtet. Das Herausgreifen einzelner exemplarischer Besonderheiten soll einen unmittelbareren Zugang zu den kulturellen Spezifika der dortigen Gesellschaften geben. Historische (besiedlungsgeschichtliche, koloniale, missionarische) Entwicklungen werden mit rezenten Problemstellungen in Wechselbeziehung gebracht. Darstellung der Zeugnisse materieller und geistiger Kultur vor dem Hintergrund von Re-Traditionalisierung, Identitätssuche und Globalisierung. Beleuchtung der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen.
Ziele: Überblick und Einblick in die Kulturen des insularen pazifischen Raumes (Pazifische Inselwelt/Ozeanien). Vernetzte und thematisch übergreifende interdisziplinäre Gesamterfassung einer Weltregion mit ihrer kulturellen, ethnischen, religiösen und linguistischen Vielfalt. Darstellung ethnologischer Besonderheiten anhand ausgewählter Beispiele.
Art der Leistungskontrolle: einstündige schriftliche Prüfung.
Literatur: Hermann Mückler: Einführung in die Ethnologie Ozeaniens. Wien 2009: facultas (Pflichtlektüre und Prüfungsstoff!).


VO  Papua Neuguinea. Ein kulturelles Erbe als Herausforderung (2st) (P3) (jeweils Dienstag, 8.00-9.30 Uhr)

Inhalte: Die Darstellung historischer traditioneller Kultur und deren Transformation durch Mission, Kolonialismus und die Moderne bildet den Einstieg in eine detailliertere Auseinandersetzung mit identitätsstiftenden kulturellen Manifestationen, wie z.B. Geheimkulten, Cargokulten, proto-nationalistischen Bewegungen, religiösen Ritualen und Initiationszeremonien, die in den verschiedenen Landesteilen praktiziert bzw. durchgeführt wurden und werden. Wie Kulturwandel, Akkulturation und Transkulturation hier unter veränderten Rahmenbedingungen zu einer Veränderung und einem Bedeutungswandel bei diesen Kulturpraktiken führten, ist Kern der Lehrveranstaltung. Was dies für die Zukunft der Menschen in Papua-Neuguinea bedeutet sowie für deren individuelle und gruppenmäßige Verortung, wird anhand von zahlreichen Beispielen erläutert.
Ziele: Überblick über die wichtigsten kulturellen, identitätsstiftenden Praktiken zu gewinnen und daraus die Bedeutung traditioneller bzw. traditionalistischer Tendenzen gewichten zu können.
Art der Leistungskontrolle: einstündige schriftliche Prüfung.
Literatur: Hermann Mückler: Kolonialismus in Ozeanien. Wien 2012: facultas; ders: Entkolonisierung und Konflikte der Gegenwart in Ozeanien. Wien: 2013: facultas. (Pflichtlektüre und Prüfungsstoff!).


VO  Kolonialismus und Entkolonisierung im asiatisch-pazifischen Raum (2st.) (P4) (jeweils Dienstag, 9.45-11.15 Uhr)

Inhalte: Ausgehend von gängigen Theorien zu Kolonialismus und Dekolonisation wird die historische Entwicklung ausgewählter Beispiele aus vor allem dem insularen Südostasien, Australien sowie der pazifischen Inselwelt herangezogen, um Formen der Kollaboration, des Widerstands und des Kulturwandels darzustellen. Im Mittelpunkt stehen durch Kolonialismus ausgelöste gesellschaftliche und soziale Prozesse, die sich in politischen Entwicklungen widerspiegeln, welche die Fragen nach inneren und äußeren Ursachen und Auslösern aufwerfen.
Ziele: Ein Verständnis dafür zu bekommen, welche Entwicklungen und Prozesse unterschiedliche Formen von Kolonialismus auslösten, und welche Chancen genutzt bzw. vertan wurden im Prozess der Dekolonisation.
Art der Leistungskontrolle: einstündige schriftliche Prüfung.
Literatur: Hermann Mückler: Einführung in die Ethnologie Ozeaniens. Wien 2009: facultas; ders.: Entkolonisierung und Konflikte der Gegenwart in Ozeanien. Wien: 2013: facultas. (Pflichtlektüre und Prüfungsstoff!).


SE  Film & Populärkultur in Ozeanien: Beispiele und Interpretationen (2st.) (3.3.6) (Montag 9.3.2015, 13.15-14.45 Uhr; Montag, 16.3.2015, 13.15-14.45 Uhr; Freitag, 19.6.2015, 8.00-16.00 Uhr und Samstag 20.6.2015, 8.00-16.00 Uhr)

Inhalte: Das Südseeklischee zieht sich durch das 19. und 20. Jahrhundert und ist auch im 21. Jahrhundert noch gut genug, Träume vom Aussteigen, unberührter tropisch üppiger Natur und blumenumkränzten Südseeschönheiten zu stimulieren. In und mit welchen Populärmedien dieses Klischee entstand und transportiert wurde und wird, ist Gegenstand der LV. Postkarten, Kinoprogramme, Kaufmannsbilder, Poster, Buchcover, Wandbilder, Anzeigen u.v.m. werden beispielhaft herangezogen, um anhand der Dekonstruktion des Südseeklischees auf generelle Fragen der Massensuggestion durch Printprodukte und -medien einzugehen. Neben einem grundsätzlichen theoretischen Input zu den Themenbereichen visueller Anthropologie und Bildinterpretation gibt es zahlreiche Beispiele, die anschaulich besprochen werden.
Ziele: Die Seminarteilnehmer sollen anhand jeweils eines konkreten Beispiels eine Bildanalyse durchführen und diese im Rahmen eines Kurzvortrags präsentieren.
Literatur: wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit im Seminar, Kurzpräsentation, schriftliche Ausarbeitung (Seminararbeit).


VO  Sozialwissenschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel: aktuelle Debatten (2st.)

Inhalte: Es handelt sich um eine interdisziplinäre LV, bei der Kultur- und Sozialanthropologie (Ethnologie), Politikwissenschaft, Soziologie sowie Publizistik u. Kommunikationswissenschaften gemeinsam zu zentralen Themen aus ihrer jeweiligen Fachrichtung und den damit gegebenen spezifischen Blickwinkeln Bezug nehmen.

Die drei Themen "Staat", "Migration" und Globalisierung" werden bei den zweimal drei Terminen, die von Mückler angeboten werden, aus Sicht der Ethnologie bzw. Kultur- und Sozialanthropologie reflektiert. Dabei werden die wissenschaftsgeschichtlich relevanten aber insbesondere die aktuellen Bezüge des Faches zu den genannten Themen herausgearbeitet. Diese wiederum werden miteinander verknüpft, denn alle drei Großthemen lassen sich nicht isoliert betrachten. U.a werden auch theoretische Konzeptionen, die sich aus der Beschäftigung im Fach mit diesen drei Themen ergeben haben, thematisiert.

Literatur: Dvorak, J/Mückler, H. (2011): Staat, Globalisierung, Migration. Wien: facultas (Pflichtliteratur!).
Art der Leistungskontrolle: schriftliche Prüfung am Ende der LV. Details dazu entnehmen Sie bitte  der E-Learning-Plattform.



Lehrveranstaltungen im WS 2014/2015

Inhaltliche Details zu den einzelnen Lehrveranstaltungen folgen in Kürze.

210005 VO BAK2.2
VO Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Wandel: aktuelle Debatten

Studienprogrammleitung Politikwissenschaft
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Kapitel:21.01; 24.01; BAK2.2, BA2.2
Hermann Mückler, Johann Dvorak , Josef Hochgerner , Thomas Michael Streitfellner , Anna Weiß
FR wtl von 10.10.2014 bis 30.01.2015 15.00-16.30 Ort: Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7

240131
VO Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Wandel: aktuelle Debatten

Studienprogrammleitung Kultur- und Sozialanthropologie
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Kapitel:23.02; 24.01; BAK2.2, BA2.2
Hermann Mückler , Johann Dvorak , Josef Hochgerner , Thomas Michael Streitfellner , Anna Weiß
MO wtl von 06.10.2014 bis 26.01.2015 09.45-11.15 Ort: Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Diese Vorlesung ist deckungsgleich mit der gleichnamigen Vorlesung der Studienprogrammleitung Politikwissenschaft:
freitags, 15:00-16:30 im Hörsaal 33, Hauptgebäude.

Es handelt sich um eine interdisziplinäre LV, bei der Kultur- und Sozialanthropologie (Ethnologie), Politikwissenschaft, Soziologie sowie Publizistik u. Kommunikationswissenschaften gemeinsam zu zentralen Themen aus ihrer jeweiligen Fachrichtung und den damit gegebenen spezifischen Blickwinkeln Bezug nehmen.
Die drei Themen "Staat", "Migration" und Globalisierung" werden bei den zweimal drei Terminen, die von Mückler angeboten werden, aus Sicht der Ethnologie bzw. Kultur- und Sozialanthropologie reflektiert. Dabei werden die wissenschaftsgeschichtlich relevanten aber insbesondere die aktuellen Bezüge des Faches zu den genannten Themen herausgearbeitet. Diese wiederum werden miteinander verknüpft, denn alle drei Großthemen lassen sich nicht isoliert betrachten. U.a werden auch theoretische Konzeptionen, die sich aus der Beschäftigung im Fach mit diesen drei Themen ergeben haben, thematisiert.

Pflichtliteratur: Dvorak, J/Mückler, H. (2011): Staat, Globalisierung, Migration. Wien: facultas
Leistungsnachweis: Schriftliche Prüfung am Ende der LV. Details dazu entnehmen Sie bitte  der E-Learning-Plattform.


240178
VO Mission und Ethnologie: ein Spannungsverhältnis (P2)

Studienprogrammleitung Kultur- und Sozialanthropologie
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Kapitel:24.02; 24.03
Hermann Mückler
MO wtl von 06.10.2014 bis 26.01.2015 13.15-14.45 Ort: Hörsaal A, NIG 4.Stock
Online-Anmeldung
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 30

Im Zuge der europäischen Entdeckungsgeschichte wurden weltweite Gebiete entdeckt und schrittweise europäischen Interessen unterworfen. Missionare waren häufig nach den Entdeckern die frühesten Sendboten europäischer Kultur und die Bringer eines neuen Glaubens, der als Geschenk den Nicht-Christen angeboten wurde. Die Missionare in den Missionsfeldern erlernten die indigenen Sprachen und versuchten mit den Einheimischen tragfähige Kontakte aufzubauen. Dabei agierten viele Missionare auch bewußt und unbewußt als Ethnologen, indem sie die Kultur der Adressaten ihrer Glaubensvermittlung "erlernten", dokumentierten und reflektierten. Dies tun auch Ethnologen. Im Feld hatten Missioanre jedoch oft den Vorteil, dass sie viel länger, häufig ein Leben lang, vor Ort mit den indigenen Bevölkerungen in Kontakt waren, während Ethnologen nur zeitlich begrenzt im Feld Daten aufsammelten und interpretierten. Ethnologen waren häufig auf Missionare im Feld angewiesen, um Zugang zu potentiellen Informanten zu erhalten, Missionare lernten gleichzeitig von Ethnologen Methoden, Techniken und vor alem theoretische Konzepte, die der Interpretation ethnologischen Materials dienten. Das Verhältnis von Mission und Ethnologie war nicht immer friktionsfrei, vielleicht auch weil sich die Protagonisten durchaus ähnlich waren. Konflikte und Kooperation - beides wird in der LV beleuchtet und reflektiert. Anhand von zahlreichen Beispielen wird die Bedeutung der Mission für die Ethnologie deutlich sowie der substantielle Teil, den Missionare zum ethnologischen Wissen beitrugen.

240181
VO Osterinsel - Rapa Nui (P3)

Studienprogrammleitung Kultur- und Sozialanthropologie
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Kapitel:24.02
Hermann Mückler
MI wtl von 08.10.2014 bis 28.01.2015 11.30-13.00 Ort: Hörsaal A, NIG 4.Stock
Online-Anmeldung
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 30

Die steinernen Zeugen einer verschwundenen Kultur auf der Osterinsel, die sogenannten "moai", kennen auch Nichtfachleute. Die Osterinsel bzw. Rapanui (Rapa Nui) steht jedoch für eine außerordentliche besiedlungs- und kontaktgeschichtliche Episode in Ozeanien. Die östlichste und abgelegendste polynesische Insel steht für eine Kultur, die durch außerordentliche kulturelle Zeugnisse bis heute eine Faszination verursacht. Von den rongorongo-Schrifttafeln, von denen man bis heute nicht weiss, ob sie Zeugnisse einer Schriftkultur sind, bis zu den hölzernen Figuren, den Petroglyphen, Behausungen und sonstigen Zeugnissen einer sehr spezifsichen materiellen Kultur reicht das kulturelle Erbe einer weitgehend verschwundenen Kultur. Neueste Forschungen erhellen dennoch wesentliche Aspekte der Rapanui, die durch innere Konflikte und äußere Einflüsse einen massiven Kulturwandel durchlebten. Von der Entdeckungs- und Kontaktgeschichte spannt sich der Bogen bis zur Kolonialgeschichte, die noch kein Ende gefunden hat, und zu den Herausforderungen der Gegenwart an eine marginalisierte Inselbevölkerung. Neben ethnologischen, historischen und soziologischen werden auch naturwissenschaftliche Erkenntnisse in die Darstellung eines kleinen, aber interessanten Aspekts der Menschheitsgeschichte einfliessen.

240187
VO Geopolitik und Geostrategie für Kulturwissenschaftler (P4)

Studienprogrammleitung Kultur- und Sozialanthropologie
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Kapitel:24.02
Hermann Mückler
MI wtl von 08.10.2014 bis 28.01.2015 09.45-11.15 Ort: Hörsaal A, NIG 4.Stock
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 40

Aufgrund des Erfolgs und der Nachfrage folgt nun ein weiteres Mal eine umfassende Einführung in die Geopolitik und Geostrategie. Der tägliche Blick in die Zeitung zeigt, dass alle Konflikte in einer globalisierten Welt eine geopolitsiche Komponente aufweisen. Diesem Umstand müssen auch Ethnologen Rechnung tragen und in ihre Schlussfolgerungen miteinbeziehen. Geopolitik ist ein integraler und zentraler Teil der Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen. Gegenwärtige Zentren politischer Aktivitäten sind, wie immer, um strategisch interessante, verkehrstechnisch wichtige und ressourcenreiche Punkte zu suchen. Viele der derzeitigen Konflikte in allen Teilen der Welt erfordern ein Grundverständnis um geopolitische und geostrategische Zusammenhänge, die über die rein politische bzw. politikwissenschaftliche und ökonomische Sichtweise hinausgehen. Insbesondere für Thematiken, die im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung, des Internationalen Krisenmanagements oder der Entwicklungszusammenarbeit angesiedelt sind, stellen geopolitische Grundkenntnisse eine Voraussetzung für die Interpretation der lokalen und regionalen Verhältnisse sowie für eine realistische Lageeinschätzung dar. Neben Beispielen aus den asiatisch-pazifischen Raum werden auch aktuelle, tagespolitisch relevante Beispiele (z.B. Ukraine, Zentralasien, Naher und Mittlerer Osten, Ostasien) analysiert.


Lehrveranstaltungen im SS 2014


VO: Politische Systeme im asiatisch-pazifischen Raum: Traditionelle Strukturen in einer globalisierten Welt
(3.3.1) VO, 2 SWS, 3 ETCS:
Engl. Titel: Political systems in the Asia-Pacific region: traditional structures in a globalized world.
Montags, 13.15-14:45 HS-A, KSA
Beginn: 10. März 2014

Indigene Gruppen, Minderheiten und sprachliche Diversität: die Staaten Südostasiens und Ozeaniens sind von großer kultureller Vielschichtigkeit geprägt, welche die Frage nach dem Verhältnis von Herrschaft und Vielfalt aufwerfen. Wie sind kleine, oftmals bedrohte und marginalisierte Gruppen in einem zentral verwalteten Statt vertreten? welche Möglichkeiten der Artikulation von Anliegen bestehen? Welche Zentralisierungs- und Dezentralisierungs-Dynamiken prägen die Länder? Anhand von Fallbeispielen werden traditionelle und moderne Formen der Organisation von Gemeinwesen erörtert und dabei die Rolle überlieferter kultureller Praktiken thematisiert. Kurz gesagt: Wie können Minderheiten in einem modernen Nationalstaat ihre Identität wahren und ihre Anliegen durchsetzen. Beispiele aus dem insularen Südostasien sowie Melanesien und Polynesien.


VO:
Die Bedeutung von Geopolitik und Geostrategie für die Politik-Ethnologie am Beispiel Asien-Pazifik
VO, (P2), 2 SWS, 5 ECTS:
Engl. Titel: The importance of geopolitics and geostrategy for political anthropology, examples form the Asia-Pacific region.
Mittwoch 9.45-11.15 Uhr, ÜR, KSA.
Beginn: 5. März 2014

Der Begriff „Geopolitik“ ist im deutschsprachigen Raum noch immer im Bereich der Kultur- und Sozialwissenschaften ein eher verpönter Begriff. Dies hängt mit spezifischen, der deutschsprachigen Wissenschaftsgeschichte geschuldeten, historischen Entwicklungen zusammen und ändert sich erst in den letzten Jahren langsam. Ignorieren und Ausblenden mögen Formen des Umgangs damit sein, sie dürfen keine eines Wissenschaftlers sein, der/die sich mit Dynamiken der Globalisierung auseinandersetzen. Im angelsächsischen und französischen Raum selbstverständlich, ist dort Geopolitik ein integraler und zentraler Teil der Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen. Gegenwärtige Zentren politischer Aktivitäten sind, wie immer, um strategisch interessante, verkehrstechnisch wichtige und ressourcenreiche Punkte zu suchen. Viele der derzeitigen Konflikte in allen Teilen der Welt erfordern ein Grundverständnis um geopolitische und geostrategische Zusammenhänge, die über die rein politische bzw. politikwissenschaftliche und ökonomische Sichtweise hinausgehen. Insbesondere für Thematiken, die im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung, des Internationalen Krisenmanagements oder der Entwicklungszusammenarbeit angesiedelt sind, stellen geopolitische Grundkenntnisse eine Voraussetzung für die Interpretation der lokalen und regionalen Verhältnisse sowie für eine realistische Lageeinschätzung dar. Neben Beispielen aus den asiatisch-pazifischen Raum werden auch aktuelle, tagespolitisch relevante Beispiele (z.B. die Krim) analysiert.


RV
O: Ringvorlesung Ozeanien:,18. bis 20. Jahrhundert, Geschichte und Gesellschaft.
LV, (P3) - Ozeanien, insgesamt 2 SWS, 5 ECTS, wird als VO abgehalten:
Engl. Titel: Lecture Series Oceania, 18th to 20th century, History and Society.
Mittwoch 16.45-18.15 Uhr, wechselnde Räumlichkeiten.
Beginn: 5. März 2014

Die Ringvorlesung "Ozeanien, 18. bis 20. Jahrhundert. Geschichte und Gesellschaft" baut auf dem gleichnamigen Buch auf (Hg. Mückler/Ortmayr/Werber, Wien 2009: promedia, Edition Weltregionen). Es handelt sich um eine umfassende historische und sozialwissenschaftliche Einführung zu einer Großregion, die sich durch eine große kulturelle Vielfalt und interessante Entwicklungsdynamiken ind en vergangenen zwei Jahrhunderten auszeichnet.  Ausgehend von einem kolonialgeschichtlichen Überblick werden der Arbeitsrkäftehandel, die Anfänge der Christianisierung der Region, die europäische Einwanderung nach Neuseeland, die gesellschaftliche Stratifikation in Ozeanien, Sozialformen, Kulte und Rituale, der demographische Wandel, sprachliche Spezifika, sowie die wirtschaftliche und politische Entwicklung der Inselgruppen beleuchtet. Die RV wird von verschiedenen Vortragenden durchgeführt und gilt als interdisziplinäre LV.
Pflichtliteratur zur Vorlesung: Mückler/Ortmayr/Werber (Hg.) (2009): Ozeanien 18. bis 20. Jahrhundert. Geschichte und Gesellschaft. Wien: promedia.
Das Buch kann direkt bei H. Mückler zum reduzierten Preis von 20 Euro erworben werden.


VO Aktuelle Debatten: Staat-Globalisierung-Migration
Vorlesung, 2 SSt, 5 ECTS
Engl. titel: Current Debates: State- Globalization, Migration.
Termine allgemein: jeweils Montag 18.30-20.00 Uhr (Uni Hauptgebäude, HS 33) und Dienstag 18.30-20.00 Uhr (NIG HS 1)

Ort: Montag: HS 33 (Uni-Hauptgebäude); Dienstag: HS 1 (NIG Erdgeschoss)

Es handelt sich um eine interdisziplinäre LV, bei der Kultur- und Sozialanthropologie (Ethnologie), Politikwissenschaft, Soziologie sowie Publizistik u. Kommunikationswissenschaften gemeinsam zu zentralen Themen aus ihrer jeweiligen Fachrichtung und den damit gegebenen spezifischen Blickwinkeln Bezug nehmen.
Die drei Themen "Staat", "Migration" und Globalisierung" werden bei den zweimal drei Terminen, die von Mückler angeboten werden, aus Sicht der Ethnologie bzw. Kultur- und Sozialanthropologie reflektiert. Dabei werden die wissenschaftsgeschichtlich relevanten aber insbesondere die aktuellen Bezüge des Faches zu den genannten Themen herausgearbeitet. Diese wiederum werden miteinander verknüpft, denn alle drei Großthemen lassen sich nicht isoliert betrachten. U.a werden auch theoretische Konzeptionen, die sich aus der Beschäftigung im Fach mit diesen drei Themen ergeben haben, thematisiert.

Pflichtliteratur: Dvorak, J/Mückler, H. (2011): Staat, Globalisierung, Migration. Wien: facultas
Leistungsnachweis: Schriftliche Prüfung am Ende der LV. Details dazu entnehmen Sie bitte  der E-Learning-Plattform.

Termine mit H. Mückler: 10. u. 11. März 2014 (Staat), 5. u. 6. Mai (Globalisierung), 26. u. 27. Mai 2014 (Migration)


FP: Feldpraktikum Erinnerungskultur
MSE (P1), 1 SWS, 5 ECTS und PR (P1), 1 SWS, 10 ECTS (beides gemeinsam mit Margit Wolfsberger):
Engl. Titel: field practicum, culture of rememberence
Dienstags 13.15-14.45 Uhr HS-A und 15.00-18.15 Uhr HS-C.
Beginn: 11. März 2014

Zum Feldpraktikum werden Informationen noch gesondert bereit gestellt.
Das FP wird gemeinsam mit Frau Mag. Margit Wolfsberger abgehalten. Der hauptächliche inhaltliche Input stammt von ihr.


Lehrveranstaltungen im WS 2013/14

VS: Populärkunst in Ozeanien: Anthropologische Reflexionen (3.3.6)

SE: visuelle Repräsentationen zur pazifischen Inselwelt: Klischee und Wirklichkeit (P§, P4)

AL: Anthropologisches Laboratorium (P6)

VO Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Wandel: aktuelle Debatten