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Hermann Mückler
Die Marshall-Inseln und Nauru in deutscher Kolonialzeit. Südsee-Insulaner, Händler und Kolonialbeamte in alten Fotografien.

Verlag Frank & Timme, Verlag für wissenschaftliche Literatur, Berlin, 2016, 342 S., 305 Abbildungen, Index, Hardcover, 1. Auflage, Preis 78,00 Euro, ISBN 978-3-7329-0285-9.

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Von 1886 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs waren die mikronesischen Marshall-Inseln und Nauru deutsches Schutzgebiet, dessen Zentrum auf Jaluit lag. Fotografische Zeugnisse aus der Frühzeit der deutschen Verwaltung über die Atolle und Inseln sowie generell zur deutschen Kolonialzeit in dieser Weltregion sind selten. Der vorliegende Band gewährt mit über 300 Bilddarstellungen - darunter zahlreiche bisher unveröffentlichte Aufnahmen - sowie einem detaillierten Textteil einen umfassenden Einblick in die traditionelle Kultur und Lebensweise der Südseebewohner, und beleuchtet das Agieren von Händlern, Missionaren und Kolonialbeamten vor Ort. Fotografien von Wilhelm Knappe, Thomas Andrew und Carl Schiesser sowie zeitgenössische Kommentare von Erwin Steinbach beleuchtetn die koloniale Infrastruktur und technische Neuerungen ebenso wie den Kulutrwandel für die Inselbewohnern. In den Fotografien werden koloniale Selbstverständnisse sichtbar, in den Zeugnissen der Populärkultur spieglen sich hingegen auch koloniale Klischees jener Epoche. Durch Klicken auf das Bild gelangen sie zur Verlagsseite. 342 S., 305 Abbild., Preis: 78,00 Euro. ISBN: 978-3-7329-0285-9.

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Ian Conrich and Hermann Mückler (eds)
Rapa Nui - Easter Island. Cultural and Historical Perspectives.

Verlag Frank & Timme, Verlag für wissenschaftliche Literatur, Berlin, 2016, 252 S., zahlreiche farb- und s/w-Abbild., Index, Hardcover, 1. Auflage, Preis 39,80 Euro, ISBN 978-3-732-90265-1.

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Easter Island (or Rapa Nui) has long captivated travellers and explorers since it was first encountered by European voyagers in 1722. The island’s colossal stone carvings (moai) have been the primary attraction, yet these have overshadowed the broader culture of the Rapanui people. This significant edited collection brings together thirteen specialists from eight countries in a series of studies that address the pre-history, history, contemporary society and popular culture of Easter Island. Consideration is given to both the Rapanui and western cultures with topics covered including archaeology, anthropology, linguistics, tourism, literature, comic books and music. This is a multidisciplinary book with subjects ranging from fact to fiction and from Thor Heyerdahl and Katherine Routledge to Indiana Jones and Lara Croft.

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Hermann Mückler (Hg.)
Walter Knoche. Die Osterinsel. Die chilenische Osterinselexpedition von 1911 Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Hermann Mückler

Reihe "Quellen und Forschungen zur Südsee", Band 6, der Reihe A (Quellen), erschienen im Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden 2015. XIV S., 306 S., 79 Abbild., 1 Diagramm, 1 Tabelle, Hardcover, 1. Auflage, Preis 68,00 Euro (D), 70,00 Euro (A), ISBN 978-3-447-10478-4.

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Dem aus Berlin stammenden Meteorologen und Biophysiker Walter Knoche wurde von der chilenischen Regierung 1911 die wissenschaftliche Leitung der ersten chilenischen Osterinsel-Expedition übertragen. Mit dem Schiff "General Baquedano" gelangte eine mehrköpfige wissenschaftliche Kommission auf die abgelegene polynesische Insel, die seit 1888 unter chilenischer Kolonialverwaltung gestanden, jedoch bis zu der Expedition keine nähere Beachtung gefunden hatte. Der heute weitgehend unbekannte Wissenschaftler verfasste 1925 das Buch "Die Osterinsel". Da es ihm noch möglich war, die letzten beiden Osterinsulaner, die die alten Kulturtraditionen der im Aussterben begriffenen Kultur kannten, zu befragen, dokumentierte er Bräuche und Überlieferungen, die schon wenige Jahre später gänzlich verloren gegangen sind. Sein damals nur in geringer Stückzahl erschienenes Buch wird nun nach 90 Jahren der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

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Hermann Mückler (Hg.)
Spuren in der Fremde
Österreichische Initiativen und Leistungen in Übersee - und deren wissenschaftliche Rezeption


Österreich, Geschichte, Literatur, Geographie (ÖGL), 58. Jahrgang, Heft 4 (381),
Wien: Institut für Österreichkunde, 2014
110 S.,
ISSN 0029-8743
[24]

Die in diesem Band versammelten Beiträge über österreichische Aktivitäten und Leistungen in Übersee zeigen, dass sich in Bezug auf eine umfassende Darstellung der Kolonialgeschichte Österreichs, wie sie einmal von Walter Sauer eingefordert worden ist, einiges getan hat. Aktuelle Forschungen werden präsentiert und dabei etliche bisher wenig bekannte sowie unbekannte Aspekte beleuchtet und diese kontextuell mit überblicksartigen Beiträgen österreichischer Initiativen und Leistungen in Übersee und deren wissenschaftliche Rezeption verknüpft. Marianne Klemun beleuchtet Leben und Werk des Botanikers Friedrich Welwitsch, Katharina Stornig skizziert die Leistungen von Österreicherinnen und Österreichern in der Mission in Togo, Zsuzsa Barbarics-Hermanik thematisiert östereichische Sichtweisen des Osmanischen Reiches, Marcel Chahrour fokussiert auf den Aspekt österreichischer Ärzte im Orient und Helmut Lukas beleuchtet das Leben und die Forschungen von Joachim Freiherr Brenner von Felsach. Hermann Mückler schließlich skizziert österreichische Bezüge zur Südsee. Diesen Beiträgen vorangestellt ist eine generelle überblicksartige Einführung über österreichische letztlich vergebliche überseekoloniale Ambitionen im 18. u. 19. Jahrhundert.

Für Bestellungen siehe: Institut für Österreichkunde


 

Hermann Mückler
Missionare in der Südsee
Pioniere, Forscher, Märtyrer. Ein biographisches Nachschlagewerk


Reihe B: Forschungen zur Südsee
Wiesbaden: Harrassowitz-Verlag 2014
480 S.,
ISBN 978-3-447-10268-1
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Die Anfänge der christlichen Mission in Ozeanien waren von großen Herausforderungen auf beiden Seiten geprägt, den Bewohnern der pazifischen Inseln und bei den Missionaren. Die Missionare mussten neben prekären klimatischen Bedingungen und schlechten gesundheitlichen Zuständen vor allem mit sprachlichen und kulturellen Barrieren zurechtkommen. In den regional unterschiedlich verlaufenden Anfangsphasen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert gerieten viele Missionare schnell an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, die sie nur mit ihrem starken Glauben überwinden konnten. Viele dieser Pioniere pastoraler Arbeit fungierten auch als Ethnologen, indem sie die Sprachen der Einheimischen erfassten und die Kulturen ausführlich dokumentierten. In unterschiedlicher Weise waren alle Missionare Pioniere, Entdecker, Heilsbringer, Krankenpfleger, Lehrer, Forscher und oft auch Märtyrer.

Dieses biographische Lexikon vereint über 1.700 Kurzbiographien von katholischen und protestantischen Missionaren, Missionarinnen und Missionsschwestern aller in der Südsee tätigen Kirchen und Orden, die Entscheidendes zum Auf- und Ausbau der christlichen Mission leisteten. Für Bestellungen siehe: Harrassowitz-Verlag


 

Walter Feichtinger/ Hermann Mückler/ Gerald Hainzl/ Predrag Jurekovic (Hg.)
Wege und Irrwege des Krisenmanagements
Von Afghanistan bis Südsudan


Band 7, Internationale Sicherheit und Konfliktmanagement
Wien: Böhlau-Verlag, 2014
269 pp.,
ISBN 978-3-20578856-0
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Welche Wege und Irrwege hat die internationale Gemeinschaft seit 1990 im Rahmen ihrer Interventionen in Krisengebieten beschritten? Dieser zentralen Frage gehen namhafte Autoren in sehr unterschiedlichen Fallstudien nach. Die Bandbreite reicht von Afghanistan, Bosnien-Herzegowina und Kosovo über pazifische Inselstaaten bis zum Südsudan. In grundlegenden Beiträgen werden fundierte Einblicke in Ansätze und Konzepte des Krisen- und Konfliktmanagements und deren Entwicklung bzw. Weiterentwicklung geboten. Durch die unterschiedlichen wissenschaftlichen Hintergründe der Autoren entsteht ein abgerundetes Bild, das dem Leserkreis die außerordentliche Komplexität und Herausforderung internationaler Friedensbemühungen vor Augen führt. Umfangreiches Kartenmaterial und Schaukästen ergänzen und veranschaulichen die Analysen.

Für Bestellungen siehe: Böhlau-Verlag


 

Hermann Mückler/ Gabriele Weichart/ Friedrich Edelmayer (Hg.)
Australien
18. bis 21. Jahrhundert, Geschichte und Gesellschaft


Band 22, Edition Weltregionen
Wien: Promedia, 2013
280 pp.,
ISBN 978-3-85371-352-5
[21]

Historisch sind die Entwicklung Australiens und das Selbstverständnis seiner Bewohner mit der Besiedlung einer lange als "terra nullius", also als unbesiedelt, angesehenen Welt eng verknüpft. Die Erschließung des Kontinents sowie das Verhältnis zum Mutterland Großbritannien im Rahmen des Commonwealth kennzeichnen den Weg des Landes. Außenpolitisch nimmt Australien zu Beginn des 21. Jahrhunderts als regionale Ordnungsmacht unmittelbaren Einfluss auf die benachbarten Regionen. Ökonomisch sind das Land bzw. seine Konzerne durch große Rohstoffvorkommen schon seit langem Global Player. Die Angst vor wachsendem chinesischen Einfluss auf die australische Wirtschaft steht in Verbindung zu xenophoben Ängsten in Teilen der weißen europäisch-stämmigen Bevölkerung.

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Hermann Mückler
Entkolonisierung und Konflikte der Gegenwart in Ozeanien

Wien: facultas.wuv, 2013
Band 4 der Kulturgeschichte Ozeaniens
336 pp.,
ISBN 978-3-7089-0399-6; € 19,90
[20]

Dieser Band ist der vierte und letzte des vierbändigen Kompendiums zur Kulturgeschichte Ozeaniens!

Die Kolonisierung und die Ereignisse des Pazifikkrieges prägten die Bewohner Ozeaniens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg strebten die meisten Inselgruppen ihre Unabhängigkeit von kolonialer Einflussnahme an. Erwartungen und Hoffnungen in den neu entstandenen Staaten erfüllten sich jedoch in den ersten Jahrzehnten der Selbstständigkeit nicht überall in gleichem Maße. Der Band beleuchtet die verbliebenen Kolonien, die Phase der Entkolonisierung und alle zentralen Konflikte der vergangenen Jahrzehnte in den neu entstandenen Staaten sowie deren Lösungsversuche vor dem Hintergrund einer zunehmend vernetzten Welt.

Für Bestellungen siehe: facultas.wuv und amazon.de.

 

Walter Feichtinger/ Gerald Hainzl/ Predrag Jurekovic/ Hermann Mückler (Hg.)
Internationales Krisenmanagement. Eine Bestandsaufnahme

Wien: Landesverteidigungsakademie, 2012
Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie, Band 8, 2012
301 pp.,
ISBN 978-3-902670-99-1
[19]

Angesichts der zahlreichen höchst unterschiedlichen Erfahrungen im Rahmen internationaler Friedensbemühungen nach 1989 setzt sich dieser Band zum Ziel, nicht nur eine kritische Bestandsaufnahme vorzunehmen, sondern auch in kompakter und fokussierter Weise Erkenntnisse festzuhalten. Erfolgreiches Konflikt- und Krisenmanagement unter heutigen Bedingungen ist eine äußerst komplexe Herausforderung. Es gibt keine Schablone, nach der Einsätze ablaufen könnten, denn jedes Engagement stellt aufgrund der unterschiedlichen Konfliktursachen, Akteure, Nachbarschaften und Interessenslagen einen besonderen Fall dar. Die Autoren dieses Bandes zeigen anhand der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien, Afghanistan, Afrika sowie Papua-Neuguinea unterschiedliche Szenarien auf und gelangen zu unterschiedlichen Analysen der Sachlagen vor dem Hintergrund grundsätzlicher konflikttheoretischer Erörterungen und Konzepte und deren Applikabilität für die in Rede stehenden Konfliktfälle.


 

Hermann Mückler (Hg.)
Österreicher in der Südsee. Forscher, Reisende, Auswanderer

Wien: LIT-Verlag, 2012
Reihe Austria: Forschung und Wissenschaft
328 pp., ISBN 978-364-50390-9; € 29,90
[18]

Vielfältig sind die Bezüge von Österreichern in die Pazifische Inselwelt - jene Region, die allgemein als "Südsee" bezeichnet wird. Diesen Personen widmet sich der Band in einer Gesamtschau, skizziert ihre Biographien und Leistungen. Der Bogen spannt sich von der unfreiwilligen Weltreise des Adeligen Christoph Carl Fernberger über Ida Pfeiffers, Anatol von Hügels und Anna Karlins Reisen, bis zu den forschungsgeleiteten Aufenthalten von Ferdinand Hochstetter, Andreas Reischek und Hugo Bernatzik. Emigration und Mission werden anhand von Einzelschicksalen ebenso thematisiert wie die Forschungsexpedition der "SMS Novara" und "SMS Albatros".

Für Bestellungen siehe: "Österreicher in der Südsee" bei LIT-Verlag



 

Hermann Mückler
Kolonialismus in Ozeanien

Wien: facultas.wuv, 2012
Band 3 der Kulturgeschichte Ozeaniens
328 pp., ISBN-10: 978-3-7089-0398-9; € 19,90
[17]

Der Band beschäftigt sich mit der systematsichen Erschließung und Kolonisierung Ozeaniens vom ausgehenden 18. bis ins 20. Jahrhundert. Die massive europäisch-amerikanische Einflussnahme in Ozeanien brachte dramatische Veränderungen für die indigenen Gesellschaften mit sich - durch die Vermittlung neuer Wertmaßstäbe sowie ihre schrittweise Einbindung in die Geldökonomie und die flächendeckend organisierte Ausbeutung der vorhandenen Ressourcen. Der Band beleuchtet die verschiedenen Facetten der Beziehung zwischen Einheimischen und Kolonisten und vergleicht die unterschiedlichen Zugänge, Strategien und Zielsetzungen der einzelnen Kolonialmächte im sogenannten "Zeitalter des Imperialismus".

Für Bestellungen siehe: "Kolonialismus in Ozeanien" bei facultas.wuv
Rezension: "Rundbrief des Pazifik-Netzwerkes" Nr. 89/2012, S. 29-31


 

Hermann Mückler / Gerald Faschingeder (Hg.)
Tradition und Traditionalismus. Zur Instrumentalisierung eines Identitätskonzepts

Wien: promedia, 2012
Band 31 der Edition Historische Sozialkunde/Internationale Entwicklung
248 pp., ISBN 978-3-85371-343-3; € 24,90
[16]

Der Band beschäftigt sich mit der Rolle von Tradition und Traditionalismus. Aktueller Hintergrund dafür ist ein verstärkt zu beobachtendes Interesse an Bedeutung und Interpretation dessen, was als "traditionell" bezeichnet wird bzw. werden kann. Mit "revival of tradition" wird der Prozess der Rückbesinnung auf sogenannte traditionelle Werte bezeichnet. Mit Traditionalismus ist die Instrumentalisierung bestimmter traditioneller Praktiken und Manifestationen gemeint, wobei angemaßte Deutungshoheiten und Vereinnahmungen in diesem Band kritisch hinterfragt werden.

Für Bestellungen siehe: "Tradition und Traditionalismus" bei promedia



 

Dvorak, Johann / Hermann Mückler (Hg.)
Staat, Globalisierung, Migration

Wien: facultas.wuv, 2011
Reihe Manual
240 pp., ISBN: 978-3-7089-0393-4; € 16,90
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Das von Johann Dvorak und Hermann Mückler herausgegebene Buch "Staat, Globalisierung, Migration" dient als Begleitbuch zur Ring-Vorlesung "Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Wandel: Aktuelle Debatten" mit den drei genannten Themen und ist Prüfungsgrundlage. Das Buch führt in Probleme, Fragestellungen, Ziele und Methoden der Sozialwissenschaften ein. Dabei werden unterschiedliche Herangehensweisen der Politikwissenschaft, Soziologie, Kultur- und Sozialanthropologie sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaften anhand von deren Annäherung an die drei Themen sichtbar. Inhaltiche Querverweise sowie ausführliche Literaturhinweise ergänzen den Band.

Für Bestellungen siehe: "Staat, Globalisierung, Migration" bei facultas.wuv


 

Hermann Mückler
Mission in Ozeanien

Wien: facultas.wuv, 2010
Band 2 der Kulturgeschichte Ozeaniens
328 pp., ISBN-10: 978-3-7089-0397-2; ISBN-13: 978-3708903972,  € 19,90
[14]

Die protestantische und katholische Missionierung Ozeaniens zählt zu den spannendsten, aber auch kontroversen Kapiteln der westlich-überseeischen Begegnung. Sie prägte die pazifische Inselwelt nachhaltig und wirkt bis heute in viele Gesellschaftsbereiche entscheidend hinein. Der Band gibt einen detaillierten Überblick über die Anfänge der Mission und die schrittweise Erschließung der Region und thematisiert anhand von Beispielen die Schwierigkeiten, Konfrontationen und Wechselbeziehungen zwischen kolonialen Interessenvertretern, indigenen Bevölkerungen, Ethnologen und der Mission. Ein lexikalischer Teil mit über 800 Kurzbiographien der wichtigsten Missionare, Missionsbrüder und -schwestern ergänzt den Band und gibt lebendigen Einblick in deren Missionstätigkeit.

Für Bestellungen siehe: "Mission in Ozeanien" bei facultas.wuv
Rezension: "Concilium"


 

Hermann Mückler
Einführung in die Ethnologie Ozeaniens

Wien: facultas.wuv, 2009
Band 1 der Kulturgeschichte Ozeaniens
320 pp., ISBN-10: 978-3-7089-0392-7; ISBN-13: 978-3708903927,  € 19,90
[13]

Die Kulturregion Ozeanien ist aufgrund der ethnischen, kulturellen und sprachlichen Vielfalt ihrer Bewohner weltweit einzigartig und stellt wegen ihrer Ausmaße und geographischen Extreme eine Region der Superlative dar. Die indigenen Bevölkerungen dieser Inselwelt mussten in Prozessen der Akkulturation und Transkulturation in den vergangenen zweihundert Jahren ihren Bezug zu Status, Tradition, Alltag und Berufsleben unaufhörlich neu definieren. Diesen Kulturwandel wie auch die politischen Entwicklungen der einzelnen Staaten veranschaulicht der Autor exemplarisch anhand der Darstellung von lokalen sozialen Strukturen, Kulten und Ritualen, religiösen Vorstellungen, Aspekten der materiellen Kultur, Weltbild und Wertvorstellungen. Viele Illustrationen, eine umfangreiche Bibliographie, eine Chronologie der europäischen Entdeckungsgeschichte und ein Register vervollständigen das Bild.

Für Bestellungen siehe "Einführung in die Ethnologie Ozeaniens" bei facultas.wuv
Rezension: "Anthropos"

 

Hermann Mückler, Norbert Ortmayr, Harald Werber (Hg.)
Ozeanien
18. bis 20. Jahrhundert Geschichte und Gesellschaft

Band 17, Edition Weltregionen
Wien: Promedia, 2009
304 pp., ISBN-10: 978-3-85371-282-5; ISBN-13: 978-3853712825,  € 24,90
[12]

Ozeanien mit den drei Großregionen Melanesien, Mikronesien und Polynesien ist spätestens seit der Klimadebatte in den Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit gerückt. Die Autoren dieses Bandes versuchen, die spezielle historische Entwicklung, eine späte, aber intensive Kolonisierung durch europäische Mächte sowie die Phase der schrittweisen Entkolonisierung und die Entwicklung der unabhängigen Staaten seither anhand der Skizzierung innerer und äußerer Einflüsse und der Darstellung spezifischer Fallbeispiele zu dokumentieren.

Für Bestellungen siehe "Ozeanien 18. bis 20. Jahrhundert" bei Promedia
Rezension: "Anthropos"



 

Erich Lehner, Hermann Mückler & Ulrike Herbig (Hg.)
Das architektonische Erbe Samoas

Wien: Neuer Wissenschaftlicher Verlag, 2007

478 pp., hardcover, ISBN-10: 3-7083-0391-1; ISBN-13: 978-3-7083-0391-8, € 48,80
[11]

Die Vielfalt kultureller Prägungen ist weltweit im Aussterben begriffen. Wesentlichen Anteil daran trägt das immer weiter um sich greifende Verdrängen indigener Bautraditionen durch uniforme Bautypen des „internationalen Stils“ europäisch-amerikanischer Prägung, die in ihrer Herstellung kostengünstiger sind als traditionelle Bauten, welche einen hohen Aufwand an handwerklicher Arbeit erfordern. Das architektonische Erbe Samoas wurde als Pilotprojekt interdisziplinärer Untersuchungen indigener Architekturtraditionen gestartet, durchgeführt von Lehrenden und Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Ethnologie und Vermessungstechnik. Dabei wurde die Situation der indigenen Bautraditionen Samoas im sich wandelnden Umfeld der aktuellen soziokulturellen und technologischen Gegebenheiten analysiert und dokumentiert.

 

Hermann Mückler, Werner Zips & Manfred Kremser (Hg.)
Ethnohistorie
Empirie und Praxis

Band 14, Wiener Beiträge zur Ethnologie und Anthropologie
Wien: Wiener Universitätsverlag WUV, 2006
520 pp., ISBN-10: 3-85114-335-3; ISBN-13: 978-3851143355, € 29,00
[10]

Geschichtslose Gesellschaften gibt es nicht! Die Ethnohistorie ist jene Wissenschaft, die diesen Aspekt aufgreift und die historische Entwicklung von Ethnien in detektivischer Kleinarbeit zu rekonstruieren versucht. In den einzelnen Beiträgen dieses Bandes werden theoretische und methodologische Grundlagen der Ethnohistorie erörtert, Probleme dieser Rekonstruktionsarbeit beleuchtet und die individuellen praxisorientierten Erfahrungen der AutorInnen bei der Bewältigung dieser Herausforderung wiedergegeben.
Der Band ist Karl R. Wernhart zum 65. Geburtstag gewidmet, der zeit seines Lebens um die Weiterentwicklung der Ethohistorie bemüht war und dem diese Forschungsrichtung entscheidende Impulse verdankt.

 

Erich Kolig, Hermann Mückler (eds.)
Politics of Indigeneity in the South Pacific
Recent Problems of Identity in Oceania

Band 3 Novara / Band 1 der Reihe Novara - Beiträge zur Pazifik-Forschung
Hamburg: Lit-Verlag, 2002
Distributed in the USA/UK: Transaction Publisher, New Brunswick/London
186 pp., ISBN-10: 3-8258-5915-0; ISBN-13: 978-3825859152, € 24,90
[9]

This book contributes to a field of growing interest in socio-political and anthropological circles: indigeneity as a from of selfrepresentation and resistance against existing forms of state dominance. Developments in indigenous minorities over recent decades in the interpretation of their own traditional history as a source of self-confidence form the core of the discussion. Revival of tradition, retribalization and the loss of confidence in national governments are causing increasing problems. The South Pacific (includign Australia) is on the eve of a new era: the 21st century is opening chances to overcome deeprooted obstacles and prejudices. At the same time, dangers are emeriging in societies where democratic values are often interpreted by indigenous groups as foreign influences which should be replaced by traditional modes of representation. With examples drawn from Australia, New Zealand, Fiji and New Caledonia, the book provides a comprehensive overview of a region in transition. Constributors: Michael Goldsmith, Erich Kolig, Jaqueline Leckie, Hal B. LEvine, Kenneth Maddock, Hermann Mückler, Marie Pineau-Salaün and Toon van Meijl.

 

Ferdinand Karl, Hermann Mückler
Oasen der Südsee - Die größten “Kleinststaaten“ der Welt
Ostmikronesien: Marshall-Inseln, Gilbert-Inseln, Nauru


Gnas: Weishaupt Verlag, 2002
160 pp., hardcover, ISBN-10: 3825859150; ISBN-13: 978-3825859152, € 42,90
[8]

Der vorliegende Band beleuchtet den östlichsten Teil Mikronesiens, der durch seine kleinen und kleinsten Atoll-Inseln ein unverwechselbares Erscheinungsbild aufweist. Viel Wasser - wenig Land, kennzeichnen eine Region, deren schwierige Lebensbedingungen nicht dem gängigen Südsee-Klischee entsprechen. Die Inseln zeigen heute ein vielfach gewandeltes und vielschichtiges Bild. Die eindringlichen Photographien von Ferdinand Karl geben Einblicke in Bereiche der Alltagskultur und kulturelle Leistungen. Die kraftvollen Farben der Bilder symbolisieren die Lebensfreude der Inselbewohner, die Detailaufnahmen geben Zeugnis von deren handwerklichen Fähigkeiten. Der Textteil beleuchtet die wechselhafte Geschichte der Inseln sowie kulturelle und gesellschaftliche Aspekte und verweist auf die Herausforderungen, denen die mikronesischen Bewohner ausgesetzt sind. Die besonderen Fertigkeiten im Bootsbau und der Navigation, die weltweit einzigartig sind, werde dabei ebenso in Wort und Bild erläutert, wie die Konsequenzen des Zweiten Weltkriegs, die ökologischen Gefahren und die Veränderungen, denen dieser Weltteil unterworfen ist.

 

Hermann Mückler
Fidschi
Das Ende eines Südseeparadieses


Wien: Promedia, 2001
239 pp., ISBN-10: 3853711715; ISBN-13: 978-3853711712, € 20,00
[7]

Detailliert werden die markanten Eckpunkte und die zentralen Akteure der jüngeren  Geschichte Fidschis beleuchtet. Die konfliktbeladenen Beziehungen der Europäer mit den Einheimischen steigerten sich dramatisch, als ab 1879 von der britischen Kolonialverwaltung Inder als Kontraktarbeiter ins Land gebracht wurden. Seit dieser Zeit gibt es einen permanenten Konflikt zwischen indischstämmigen und indigenen Fidschianern, der schließlich 1987 in Militärcoups mündete. Kulturelle Unterschiede in allen Lebensbereichen kennzeichnen das Zusammenleben der beiden Bevölkerungsgruppen. Rassistische Tendenzen radiakler Gruppen sowie das Ringen um die Macht prägten die Situation, als im Sommer des Jahres 2000 der zivile Putschist George Speight die gesamte Regierung als Geisel nahm und damit in den Blickpunkt des Weltinteresses rückte. Der Band zeichnet minutiös die damaligen Ereignisse nach.

 

Hermann Mückler
Melanesien in der Krise
Ethnische Konflikte, Fragmentierung und Neuorientierung


Band 46 der Wiener Ethnohistorischen Blätter (WEB)
Wien: Institut für Völkerkunde, 2000
145 pp., ISBN 3-9501213-2-3, € 22,00
[6]

Der Band thematisiert die Krise des Nationalstaates in den in den melanesischen Staaten. Es werden Überlegungen zu Ursachen, Auslösern und dem Dominoeffekt mancher Konflikte in Melanesien angestellt und dabei mehrere Fallbeispiele dargelegt. Die Putschatmosphäre in Fidschi und seine Konsequenzen, der drohende Zerfall der Salomonen-Inseln, bedingt durch ein Zentrum-Perpherie-Gefälle und ethnische Konflikte, die Fragilität in Papua-Neuguinea und ein spezieller Aspekt, nämlich die Entwicklungen auf der Insel Bougainville, werden aus der Sicht und dem Kenntnistand des Jahres 2000 abgehandelt.

 

Hermann Mückler (Hg.)
Österreicher im Pazifik II

Band 2 der Reihe Novara
Wien: Österreichisch-Südpazifische Gesellschaft (OSPG), 1999
199 pp., ISBN: 3-9500765-1-4, € 18,00
[5]

Dieser Band ist die Fortsetzung des erfolgreichen und längst vergriffenen ersten Bandes. Die in diesem Band versammelten Beiträge geben ein vielgestaltiges Bild der Beziehungen österreichischer Forscher, Reisender und Emigranten zu den Ländern des Südpazifiks, die diese bereisen und erleben konnten. Aus historischer und ethnologischer Sicht werden die Leistungen dieser Personen transparent gemacht und auf deren Bedeutung für die Gegenwart verwiesen. Beiträge zu folgenden Personen und Themen: Ferdinand Lucas Bauer, Ernst Plischke, Ferdinand von Hochstetter, das Neuseelandbild österreichischer Reisender, Ida Pfeiffer, Messen und Abbilden auf der „Novara“, Weltumsegler und Entdeckungen, Hugo Bernatzik.

 

Hermann Mückler (Hg.)
Österreicher im Pazifik I

Band 1 der Reihe Novara
Wien: Österreichisch-Südpazifische Gesellschaft (OSPG), 1998
172 pp., ISBN: 3-9500765-0-6, € 18,00
vergriffen
[4]

Erstaunlich vielfältig sind die Anknüpfungspunkte, die Österreich mit den Inseln des Pazifiks und deren Menschen verbinden. Die Tatsache, dass es nur wenige globale österreichische maritime Unternehmungen in der Monarchie gab (die wichtigste davon war die „Novara“-Weltumsegelung 1857-1859) und das Land heute den Zugang zum Meer gänzlich verloren hat, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in der Geschichte und Gegenwart bedeutende Leistungen Einzelner gegeben hat, die pazifische Inselwelt zu bereisen und erforschen. Dieser Umstand spiegelt sich auch in Spuren wider, die an manchen Orten der Südsee heute noch sichtbar sind. Beiträge zu Personen und Themen in diesem Band: Christoph Carl Fernberger, Anatol von Hügel, Andreas Reischek, zwei Maori in Wien, Österreich und Hawaii, Drehscheibe Manila, Blumentritt-Forschung, Alma Karlin, ein UN-Beauftragter im Pazifik, Robert von Heine-Geldern.

 

Hermann Mückler
Fidschi - Zwischen Tradition und Transformation
Koloniales Erbe, Häuptlingstum und ethnische Heterogenität als Herausforderung an die Zukunft


Frankfurt/Main: Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 1998
466 pp., ISBN: 3-88939-459-0, € 33,00
vergriffen
[3]

Fidschi, im Zentrum des Südpazifiks an einer Schnittstelle zwischen Melanesien und Polynesien liegend, hat eine wechselvolle jüngere Geschichte. Das Buch beleuchtet wichtige Aspekte der Kolonialgeschichte, hebt die Bedeutung des fidschianischen Häuptlingstums für politische Entscheidungsfindungsprozesse hervor und analysiert das Neben- und Miteinander zweier unterschiedlicher Kulturen, der indischstämmigen Indo-Fidschianer und der indigenen Fidschianer, vor dem Hintergrund historischer und aktueller politischer Entwicklungen, bei denen innerfidschianische Konfliktpotentiale eine entscheidende Rolle spielen.
 

Hermann Mückler, Ingfrid Schütz-Müller
Die Entdeckung der Südsee im Spiegel alter Karten, Ansichten und Reiseberichte
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung


Wien: Museum für Völkerkunde/ Österreichisch Südpazifische Gesellschaft 1997
146 pp., ISBN: 3-901005-07-2, € 18,00
vergriffen
[2]

Bild- und Textband zur gleichnamigen Ausstellung im Wiener Museum für Völkerkunde (4. Dezember 1997 bis 1. März 1998). Im Buch sind die wichtigsten Karten, Ansichten und Reiseberichte abgebildet und kommentiert. Die Ausstellung umfasste jenen Zeitraum, in welchem die bedeutenden europäischen Entdeckungen im Pazifik gemacht wurden, also vom ausgehenden 17. bis frühen 19. Jahrhundert. Diese Phase europäischer Entdeckungsgeschichte war von den Fahrten eines George Anson, James Cook, Louis Antoine de Bougainville, La Perouse, Dumont D’Urville, Samuel Wallis etc. geprägt. Ihre Reiseberichte sowie die Illustrationen ihrer Werke haben wesentlich zum Entstehen des heute noch vorherrschenden Südseebildes beigetragen.
 

Gerhard Emmer, Hermann Mückler (Hg.)
Alltagskulturen in Indien
Aktuelle Entwicklungen in der indischen Gesellschaft


Frankfurt/Main:  Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 1996
212 pp., ISBN: 3-88939-114-1, € 27,00
vergriffen
[1]


Der Band beleuchtet Entwicklungen in den verschiedensten Bereichen indischer Lebenswirklichkeit, die beispielhaft die kulturelle Vielfalt der indischen Gesellschaft dokumentieren. Im Sinne einer differenzierten ethnologischen Betrachtungsweise wird von reinen Beschreibungen Abstand genommen zugunsten einer Analyse der vielschichtigen Verknüpfungen sozio-kultureller mit wirtschaftlichen und politischen Faktoren. Die Neuinterpretation traditioneller Lebensweisen in einer sich stetig verändernden modernen Welt ist gemeinsamer Bezugspunkt der hier versammelten Beiträge. Die Beiträge behandeln Themen wie Tanz und Ritual, Gottesvorstellungen, Kastenwesen, Tauschbeziehungen, Flüchtlingsproblematik, Kontraktarbeit, Weiblichkeit im Hinduismus und indische Bevölkerungsgruppen außerhalb Indiens.